PEGs in Kosmetik – warum sie so häufig eingesetzt werden und ob sie schädlich sind

PEGs in Kosmetik – warum sie so häufig eingesetzt werden und ob sie schädlich sind

8. Jul 2020

Polyethylenglykol (PEG) und PEG-Derivate sind Polymere, die aus Erdölderivaten (Ethylenoxid) hergestellt werden. Sie kommen sowohl in flüssigem als auch in festem Zustand vor und lösen sich leicht in Wasser auf. Man findet sie in zahlreichen konventionellen Kosmetikprodukten (Duschgelen, Zahnpasta, Shampoos, Conditioner, Lippenstifte etc.), wo sie als Emulgatoren, Rückfetter und Waschsubstanzen fungieren. So sorgen sie beispielsweise als Tenside dafür, dass Shampoos schäumen.

Wie erkenne ich PEGs?

Alle Derivate des Polyethylenglykol werden mit PEG und einer Zahl angegeben. Die Zahl gibt Auskunft darüber, aus wie vielen Moleküleinheiten ein Stoff besteht (z.B. PEG-8 etc.). Zudem sollte bei den Inhaltsstoffen auf Wörter geachtet werden, die auf „-eth“ (z.B. Sodium Laureth Sulfate) enden. Das weißt auf ethoxilierte Substanzen hin, die auf Grundlage von Ethylenoxid hergestellt wurden.

PEGs: ein Problem für die Umwelt

Wie bereits erwähnt, werden PEGs aus Erdöl hergestellt. Die Gewinnung von Erdöl hat dabei oft schlimmste Folgen für das Klima und für ganze Ökosysteme. Jedes Jahr lesen wir von Ölkatastrophen bei denen Tausende Meeresbewohner sterben und Strände und Korallenriffe verunreinigt werden. Zudem werden PEGs chemisch so hergestellt, dass sie möglichst stabil und lange haltbar sind. Das führt wiederum dazu, dass sie nur schwer abbaubar sind. Beim Duschen, Haarewaschen, Zähneputzen etc. gelangen sie über den Abfluss in unsere Gewässer, wo sie Tieren und der Umwelt schaden.

PEGs: schädlich für unsere Gesundheit

Sie werden in so vielen Kosmetikprodukten eingesetzt, da ihre Herstellung sehr günstig ist. Zudem versuchen die Kosmetikriesen mit dem Argument zu überzeugen, dass PEGs der Haut bei der Aufnahme von Wirkstoffen helfen könnten.

Tatsächlich machen PEGs die Haut durchlässiger, was aber neben der besseren Wirkstoffaufnahme einerseits, die Gefahr birgt, dass Schadstoffe über die geschwächte Hautbarriere in unsere Blutbahn und somit schneller in unseren Körper gelangen. Das Ergebnis ist, dass der Körper versucht, sich gegen diese synthetischen Stoffe zu wehren. Oft ist eine Immunreaktion die Folge. Dazu zählen: Hautirritationen, Neurodermitis und Allergien.

Warum werden Produkte, die PEGs enthalten trotzdem als „gut verträglich“ deklariert?

Diverse Studien haben gezeigt, dass PEGs allein bei einer 100% gesunden Haut (!) auf den ersten Blick keine reizenden Eigenschaften haben. Das Problem ist, dass viele Hersteller PEGs mit anderen, schädlichen Inhaltsstoffen kombinieren, die dann über die geschwächte Hautbarriere direkt in unseren Körper gelangen und dort eine Reaktion hervorrufen.

Zahlreiche PEG-Derivate werden aufgrund ihres Ausgangsstoffs Ethylenoxid, der für Frostschutzmittel verwendet wird, als krebserregend und „potenziell erbgutschädigend“ eingestuft. Leider fehlen bis dato in diesem Zusammenhang noch immer eindeutige wissenschaftliche Studien, die dazu führen könnten, dass PEGs vollständig aus der (Kosmetik)industrie verbannt werden.

Auch Sonnenschutzmittel, die PEGs enthalten, werden häufig kritisiert, da man davon ausgeht, dass sie die sog. Mallorca-Akne verursachen.

Fazit:

In keinem der Produkte, die wir vertreiben, befinden sich PEGs. PEGs sind generell in Naturkosmetik verboten. Wir (und auch die Wissenschaftler!) wissen nicht, welche Konsequenzen diese Schadstoffe letztendlich für unseren Körper haben, weshalb wir auf Nummer sicher gehen und darauf verzichten!

Quellen:

UtopiaReformhaus
Natürliche Hautpflege